Das Polsterberger Hubhaus ist ein Pumpenhaus oberhalb des Dammgrabens im Oberharz, welches jetzt als Waldgaststätte genutzt wird.

Polsterberger Hubhaus

Als Teil des Oberharzer Wasserregals wurde es im 18. Jahrhundert errichtet und diente dazu, das in Clausthal für den Oberharzer Bergbau benötigte Wasser des Dammgrabens auf das Niveau des höchsten Teiches, dem Hirschler Teich, zu heben. Ohne diese „Anhebung“ lieferte bzw. liefert der Dammgraben das Wasser über Gräben und Wasserläufe zu den Hausherzberger Teichen oder zum Unteren Pfauenteich. Das Problem war aber, dass ausgerechnet die ergiebigsten Silberbergwerke im Oberharzer Bergbau, die Grube Caroline und die Grube Dorothea auf höheren Niveau lagen und nur vom Hirschler Teich aus mit Kraftwasser versorgt werden konnten.

Die Antriebskraft für die hölzerne Hubpumpe wurde im Polstertal unterhalb durch zwei Kunsträder gewonnen. Das Aufschlagwasser für diese Kunsträder wurde über den Hellertaler Graben aus dem Hellertal sowie aus dem Fortuner Teich über dessen Grundgraben herangeführt, wobei aufgrund der Reibungsverluste und schlechten Wirkungsgrade sicherlich ein Vielfaches von Aufschlagwasser erforderlich war, um nur wenige Liter Dammgrabenwasser zu heben. Diese Kunsträder übertrugen die gewonnene Kraft über 260 m und 560 m lange Kunstgestänge aus Holz in das Hubhaus auf dem Polsterberg. Im Hubhaus wurde das Wasser des Dammgrabens 18 m empor gepumpt und in den Tränkegraben geleitet, durch den es dann entweder über den Hutthaler Graben und die Huttaler Widerwaage dem Hirschler Teich, oder über den Jägersbleeker Wasserlauf dem Jägersbleeker Teich zugeführt werden konnte. Das Polsterberger Hubhaus diente gleichzeitig als Dienstwohnung für den Hubmeister und den Grabenwärter, sowie als Schankstube.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die hölzerne Konstruktion durch eine elektrisch betriebene Pumpe ersetzt, die im Pumphaus am Graben noch im Original vorhanden ist. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz. Es wird ausschließlich als Gaststätte betrieben und ist ein beliebtes Ziel für Wanderer aus Altenau und Clausthal-Zellerfeld. 

Quelle: Wikipedia

Wir sind rund um das Polsterberger Hubhaus rund 12km gewandert und sind dabei immer wieder auf historische Relikte und Bauwerke des „Oberharzer Wasserregals“ gestoßen. 

Angefangen vom Polsterberger Hubhaus, dem Dammgraben, zwei obertägigen Radstuben, mehreren Entnahmestollen sowie Gräben, Teichen und Wasserläufen – wanderten wir über tolle, nahezu verlassene Wanderwege in wunderschöner Natur. Nachfolgend ein paar Bilder unserer Wanderung. Wer unsere Wanderung um das Polsterberger Hubhaus einmal nachlaufen möchte, kann sich gerne hier den Track unseres Garmin-GPS herunterladen.

in Kürze folgen noch weitere Bilder zum „Oberharzer Wasserregal“hier geht es erstmal zurück zum „Oberharzer Wasserregal“ allgemein und zum „Oderteich“!

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