Der Anlass
2018 ist „Schicht im Schacht“,
dann endet der deutsche Steinkohlenbergbau.

Damit geht ein wichtiges Zeitalter nicht nur der deutschen, sondern auch der europäischen Geschichte zu Ende.

200 Jahre lang hat die Förderung von Kohle die Wirtschaft in Europa bestimmt. Der Bergbau prägte die Industrie und die Infrastruktur,
die gesellschaftlichen Verhältnisse und das soziale Leben. Vor allem im Ruhrgebiet hat die Kohle die Arbeit,
den Alltag und die Mentalität der Menschen stark beeinflusst. Den Abschied von der Kohle nehmen das Essener Ruhr Museum und das Deutsche Bergbau-Museum Bochum zum Anlass,
um mit „Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte“ erstmals eine gemeinsame Ausstellung zu zeigen. 

Die Ausstellung

Die Ausstellung präsentiert auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein, der ehemals größten Steinkohlenzeche Europas,
die vielschichtige und faszinierende Geschichte der Kohleförderung und ihrer Folgen in Europa.
Nach einer Fahrt mit der Standseilbahn reisen die Besucher zurück in die Zeit der Entstehung der Kohle vor über 300 Millionen Jahren.
Im Anschluss daran lassen drei beeindruckende Ausstellungsebenen mit mehr als 1.200 Exponaten die Phänomene und Strukturen einer fast
vergessenen Epoche von 1750 bis heute wieder aufleben. Neben sozial- und technikhistorischen (Groß-) Objekten aus den Sammlungen beider Museen,
werden in der Ausstellung auch Exponate von über 100 internationalen Leihgebern aus nahezu allen europäischen Kohlerevieren gezeigt,
darunter Bergbaurelikte, schwere Maschinen, Fotografien und Filme, Fahnen, Gemälde und Büsten.
Eigens für die Ausstellung schuf der britische Künstler Jonathan Anderson aus Kohlestaub die riesige schwebende Kunstinstallation „Dark Star“. 
Im Außenbereich nahe der Mischanlage zeigt zudem der Skulpturenpark mit gigantischen Maschinen die Dimensionen des modernen Bergbaus.

Die Kooperation

Ruhr Museum und Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Die Sonderausstellung „Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte“ auf dem Welterbe Zollverein bringt erstmals zwei bedeutende Museen der Region in einem Kooperationsprojekt zusammen,
die jeweils sozial- bzw. technikhistorisch u. a. die Geschichte des Steinkohlenbergbaus im Ruhrgebiet und darüber hinaus vermitteln, bewahren und erforschen. 
Dabei nutzen die beiden Museen Synergien und führen die Sammlung des Ruhr Museums zur Ruhrgebietsgeschichte mit den Beständen zur Bergbau- und Technikgeschichte aus dem 
Montanhistorischen Dokumentationszentrum am Deutschen Bergbau-Museum Bochum in einer Sonderausstellung zusammen.

Die Förderung

Die Ausstellung wird gefördert von der RAG-Stiftung im Rahmen der Initiative „Glückauf Zukunft!“. Mit „Glückauf Zukunft!“ würdigen die RAG-Stiftung,
die RAG Aktiengesellschaft und die Evonik Industries AG zusammen mit dem Sozialpartner IG BCE die Errungenschaften und Leistungen des deutschen Steinkohlenbergbaus. 
Außerdem treiben sie mit neuen Impulsen die Zukunftsgestaltung in den Bergbauregionen voran.

Quelle: https://www.zeitalterderkohle.de/

Hier könnt Ihr euch einen Flyer über die Ausstellung herunterladen: klick