Über mich

Eins vorab: Ich bin kein „Urban-Explorer“ und distanziere mich hiermit ausdrücklich von dieser Modeerscheinung der Generation Smartphone. 

Das entdecken und fotografieren von aufgegebenen Bergwerken, Untertage verlagerten Rüstungsproduktionen aus dem 2. Weltkrieg, Luftschutz,- und Versorgungsstollen, Eisenbahn,- und Verkehrstunneln, natürlich gewachsenen Höhlen, eben alles was Untertage liegt und (bis auf die Höhlen) von Menschenhand und bergmännisch aufgefahren wurde – das ist meine Passion.

“ All diese morbide Schönheit, die spannenden Geschichten hinter den unterirdischen Ruinen, das Entdecken des unbekannten – das ist meine Motivation! Durch meine Fotografien halte ich den Zerfall und somit die Zeit an. Einige meiner besuchten Objekte sind in der Realität nicht mehr vorhanden, ich erinnere mit meinen Fotografien daran!  Ohne Licht keine Fotos – Unter Tage gibt es kein Licht. Dieser Gegensatz, diese besondere Herausforderung – ohne Licht zu fotografieren, das ist der Reiz der mich antreibt!“


Begonnen hat alles irgendwie vor über 25 Jahren. Damals bin ich, noch als junger Bubi, mit meinen 2 besten Kumpels während einer Mountainbike-Tour in den Solinger Wupperbergen an einem offen stehenden Mundloch vorbei gekommen. Sofort steckten wir unsere neugierigen Nasen in das dunkle Mundloch, aus dem ein fürchterlich kalter Wind heraus strömte. Die Neugier auf das unbekannte dunkle war größer, als die Angst vor dem selben. So krochen wir durch die engen Gänge, soweit wir auch nur mit dem spärlichen Tageslicht sehen konnten. Doch das sollte uns nicht reichen. Wir beschlossen in naher Zukunft, besser „ausgerüstet“ (mit Muttis Wolle und Kerzen) wieder zu kommen um den dunklen Schlund zu erforschen……

(Danke an Heiko und Mirco für diese schönen Erinnerungen !)


Seit ein paar Jahren sind die Mundlöcher am schwarzen Siefen in den Wupperhängen, die wir als Kiddis so spannend fanden, von den örtlichen Fledermausschützern massiv verschlossen. Das ist vielleicht auch gut so – nicht das sich noch kleine Kinder, ausgerüstet mit Wolle und Kerzen in den dunklen Abgründen verlaufen !!! 🙂

Heute habe ich die 40 Jahresgrenze längst überschritten und bin bestimmt nicht mehr so leichtsinnig und draufgängerisch wie ich früher einmal gewesen bin. Sicherheit steht an erster Stelle. Aus diesem Grund habe ich schon so manche, interessante Befahrungsmöglichkeit verworfen. Seit vielen Jahren bin ich mit der besten Frau auf Planet Erden sehr glücklich verheiratet. Ich habe zwei super tolle Kinder, die auch so langsam aber sicher anfangen, sich für den Altbergbau zu interessieren.

An dieser Stelle richte ich ein riesen großes Dankeschön an meine Familie. Für das unendlich große Vertrauen das Ihr mir entgegen bringt und die fortwährende, uneingeschränkte Unterstützung, die ich für die Ausführung meines besonders Zeit intensiven Hobbys unbedingt benötige. Danke!

Heute bin ich auch ehrenamtlich im Rahmen des Hobby „Altbergbau“ im Verein aktiv. Der Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V. macht eine tolle arbeit die es zu unterstützen gilt. Aus den über 14 verschiedenen Arbeitskreisen des Fördervereins habe ich mich für den Arbeitskreis „Bergbauaktiv“ mit Sitz in Sprockhövel entschieden. Hier ist das Motto: „forschen, erhalten, zeigen erinnern“ und zwar aktiv, mit der Schaufel in der Hand und nicht nur theoretisch über alten Büchern und Grubenrissen in einer staubigen Bude sitzend. Tolle Sache!